Donnerstag, 6. März 2014

Böhmen in Neukölln Teil 2

Tatsächlich wurde die Böhmische Straße wegen der Einwanderer aus Böhmen 1905 umbenannt. Damals hatte Neukölln noch den Namen Rixdorf. Der Ortskern von Rixdorf befand sich im Mittelalter am Richardplatz. 1737 gestattete der preußische König Friedrich Wilhelm die Ansiedlung von böhmischen Flüchtlingen in "Rieksdorf". Diese Emigranten aus Böhmen waren wegen ihres evangelischen Glaubens aus ihrer Heimat Böhmen vertrieben worden. Sie siedelten sich als Brüdergemeine Böhmisch-Rixdorf in einem eigenen Bereich entlang der heutigen Richardstraße an. Der Name Rixdorf wurde 1797 amtlich eingeführt. 1874 vereinigten sich die beiden selbständigen Gemeinden Böhmisch-Rixdorf und Deutsch-Rixdorf zu Rixdorf. Erst 1912 wurde Rixdorf in Neukölln umbenannt. 1920 wurde Neukölln mit bereits 253.000 Einwohnern ein Bestandteil von Groß-Berlin.

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